.NET (gesprochen DOTNET) ist der Oberbegriff für eine Softwareentwicklungsinfrastruktur der Firma Microsoft. Ziel von .NET ist es, eine moderne und flexible Umgebung auf hohem Abstraktionsniveau für die Entwicklung von Software aller Art zu schaffen.
AEDL ist die Abkürzung für Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens und ein Modell zur Ermittlung der Pflegebedürftigkeit. Die 13 definierten AEDLs stellen alle Tätigkeiten dar, die man tut, um den Alltag eigenständig zu bewältigen. Sie werden je nach Fähigkeiten und Defiziten für Pflegebedürftige formuliert. Mit Hilfe der AEDLs kann somit der individuelle Bedarf an Pflege eines Patienten ermittelt und ein entsprechender Pflegeplan erarbeitet werden.
AJAX ist die Abkürzung für Asynchronous JavaScript and XML und charakterisiert eine Konzeption zur nichtsynchronen Datenübertragung zwischen Server und Browser, bei der nur einige benötigte Teile einer HTML- und nicht die komplette Seite neu geladen wird, wenn man diese anfragt.
Die Aktenhistorie ist die automatische Dokumentation aller Bewegungen und Statusänderungen einer Papierakte bzw. eines elektronischen Dokumentes um nachzuvollziehen, wer ein Dokument wie und wann bearbeitet hat bzw. wo sich eine Akte warum befindet.
Der Aktenplan ist die Strukturierung und Ordnung des gesamten Schriftgutes bzw. der elektronischen Dokumente einer Verwaltung, eines Unternehmens oder einer anderen Organisation mit dem Ziel der schematischen, nachvollziehbaren und wirtschaftlichen Ordnung.
Die Aktenverwaltung ist die elektronische Verwaltung des gesamten Schriftgutes (Papierakten) einer Organisation. Dazu gehören z.B. das Anlegen, Ausleihen, Umbuchen, Mahnen und Zurückbuchen der Akten. Je größer die Aktenmenge, desto sinnvoller ist die elektronische Unterstützung der Aktenverwaltung durch ein EDV-System.
Der Applikationsserver ist im Allgemeinen ein Server in einem Computernetzwerk, auf dem Anwendungsprogramme (Applikationen) ausgeführt werden. Im Bezug auf das PEGASOS System ist der Server gemeint, der die zentralen Dienste des PEGASOS Systems (Clientkommunikation, Schnittstellenkommunikation, Archivierungsprozesse) zur Verfügung stellt.
Ein Archiv ist eine meist dauerhafte Sammlung von Unterlagen oder Informationen, allgemein ein Informations- und Wissensspeicher. Hierbei können auch Gebäude, Archivräume, Dokumentensammlungen oder EDV-Systeme für die digitale Archivierung als Archiv bezeichnet werden.
ArchiveLink bezeichnet eine von der SAP AG bereitgestellte Schnittstelle, über die sämtliche Belege aus
SAP R/3 in standardisierter Form in einem externen Archivsystem revisionssicher
gespeichert werden können. Alle auf diese Weise archivierten Dokumente
sind weiterhin direkt im SAP-System recherchierbar und anzeigbar.
Voraussetzung für die Kommunikation via ArchiveLink ist eine
entsprechende, von der SAP AG zertifizierte Schnittstelle auf Seiten
des externen Archivsystems.
Die Ausfallsicherheit beschreibt den Schutz gegen den Ausfall von IT-Systemen. Der Schutz wird durch technische und funktionale Redundanzen oder andere organisatorische Maßnahmen gewährleistet. So können z.B. Ersatzkomponenten bei einem Ausfall eingesetzt oder parallel arbeitende, zur Lastverteilung eingesetzte Komponenten im Fehlerfall genutzt werden. In der Computertechnik ist auch der Begriff der Hochverfügbarkeit anwendbar, wobei neben den einfachen technischen Redundanzen Computercluster eingesetzt werden.
Der Autoimport dient dem Erfassen großer Mengen von Belegen. Diese werden mittels Batchverarbeitung schnell und kosteneffizient gescannt und anschließend automatisch im System erkannt.
Der Barcode, oder auch Strichcode, ist eine maschinenlesbare Schrift, bestehend aus verschieden breiten Strichen und Lücken. Die Schrift kann über Barcodelesegeräte (optische Abtaster) maschinell gelesen und weiterverarbeitet werden und erleichtert so die Aktenbearbeitung bei der Aktenverwaltung.
Basel II bezeichnet die Vorschriften für Eigenkapital des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, welche seit 2007 für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten angewendet werden müssen. Ziele sind die Sicherstellung angemessener Eigenkapitalausstattung von Einrichtungen, einheitliche Wettbewerbsvorrausetzungen für Kreditvergabe und -handel sowie die Ausrichtung der Eigenkapitalanforderungen am tatsächlichen Risiko zur Vermeidung von riskanten und unnötigen Krediten.
Der Begriff Batchverarbeitung bzw. Stapelverarbeitung stammt aus der EDV. Sie bezeichnet die aufeinanderfolgende, nicht-interaktive Bearbeitung von Angelegenheiten. Im Bereich der Aktenverwaltung können so z.B. mehrere Akten, die gleichzeitig gebucht werden müssen, in einem Stapel abgearbeitet werden.
Biometrische Fotos enthalten biometrische Daten und Größen, z.B. Gesichtsgröße oder Augenabstand, die digital erfasst und erkannt werden. Somit wird der Inhalt des Fotos eindeutig identifiziert.
Das Business Process Management, Geschäftsprozessmanagement, beschreibt alle Geschäftsprozesse eines Unternehmens durch Kennzahlen, welche in einer Balanced Scorecard dargestellt werden. Ziel ist es, die Prozesse zu dokumentieren, überwachen, steuern und optimieren. Die vorhandenen Informationen werden zum Erreichen der Unternehmensziele eingesetzt.
CAS ist die Abkürzung für Content Addressed Storage und bezeichnet Speichersysteme, die, mit Hilfe von Signatur- und Hashalgorithmen, Daten anhand ihres Inhaltes erkennen. CAS-Systeme verfügen über Prüf- und Schutzfunktionen und dienen der revisionssicheren Archivierung.
Ein Client ist ein Computerprogramm, das Ressourcen bzw. Dienste eines zentralen Servers nutzt, um die benötigten Dienste nicht selbst bereitstellen zu müssen. Ein bekannter Client ist der Web-Browser. Dieser nimmt zu einem Web-Server Kontakt auf, um eine Web-Seite zu beziehen. Die Kommunikation zwischen Client und Server erfolgt über ein Rechnernetz, wobei sich der Server auf einem anderen Rechner befindet als der Client. Diese Methode wird Client-Server-Prinzip genannt.
Ein Cluster, auch Computercluster, bezeichnet eine Anzahl von vernetzten Computern, die in der Regel über ein schnelles Netzwerk verbunden sind. Mögliche Einsatzgebiete von Clustern sind z.B. die Steigerung der System-Verfügbarkeit bzw. die Verbesserung der Ausfallsicherheit durch so genannte Hochverfügbarkeitscluster. Tritt auf einem Computer des Clusters ein Fehler auf, werden die auf diesem Cluster laufenden Dienste auf einen anderen Rechner verschoben. Ein Load-Balancing-Cluster dient vornehmlich der Lastverteilung, die in der Regel über eine redundant ausgelegte, zentrale Instanz erfolgt. Eingesetzt werden diese in Umgebungen mit hohen Anforderungen an Computerperformance. Der Performancebedarf wird hier nicht durch Aufrüstung einzelner Computer abgedeckt, sondern durch das Hinzufügen zusätzlicher Computer.
COLD ist die Abkürzung für Computer Output on Laser Disk und bezeichnet ein Verfahren zum Speichern von computergenerierten Daten wie Ausgangspost, Drucklisten, Reports, Journale etc. auf optischen Speichermedien. Beim früheren COM-Verfahren (Computer Output on Microfilm) erfolgte die Speicherung noch auf Mikrofilmen.
Compliance, zu Deutsch Komplianz, bezeichnet allgemein die Befolgung und Einhaltung von Verhaltensregeln, Gesetzen bzw. Verordnungen und Richtlinien. Im IT-Bereich liegt der Schwerpunkt auf der Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen zur Datensicherheit, Verfügbarkeit und dem Datenschutz.
Customer Relationship Management, Kundenbeziehungsmanagement, beschreibt Aufbau, Pflege und Verwaltung der Beziehungen eines Unternehmens zu seinen Kunden und ist ein wichtiger Bestandteil zielorientierter Geschäftsprozesse. Zur Wahrung der Langfristigkeit der Beziehung und Steigerung des Unternehmenserfolges, sollten alle Aktivitäten kundenspezifisch ausgerichtet sein. Bei den meisten Unternehmen werden dazu alle Kundeninformationen (Daten, Transaktionen, Kundenwert) in einer Datenbank gespeichert und aufbereitet, um in Geschäftsprozesse integriert werden zu können. Somit dient das CRM der Kommunikation bei kundenbezogenen Prozessen und gibt Aufschluss über optimierbare Schwachstellen.
Customizing (to customize = anpassen) beschreibt die individuelle Anpassung an Kundenwünsche und -bedürfnisse, z.B. durch Programmänderungen, Konfigurationen oder Modifikationen.
Die Datenbank, auch Datenspeicher, bildet gemeinsam mit dem Datenbankmanagementsystem (DBMS) das Datenbanksystem (DBS). Dessen Hauptaufgaben sind das sichere Speichern großer Datenmengen sowie die Bereitstellung dieser Daten für Benutzer oder Anwendungssoftware. Am häufigsten lassen sich hierbei relationale Datenbanken finden: Datenverwaltung in Form von zweidimensionalen Tabellen, die über Schlüssel (Primärschlüssel, Fremdschlüssel) miteinander verbunden werden können.
DICOM ist die Abkürzung für Digital Imaging and Communications in Medicine, ein offener Standard zum Austausch von medizinischen Bildern. Der DICOM-Datensatz funktioniert als Container, der neben einem oder mehreren Bildern auch Metainformationen wie Patientenname, Aufnahmedatum, Geräteparameter, Arztname usw. enthält. Außerdem ist dieser Standard auch die Basis für die als PACS bezeichnete elektronische Bildarchivierung in Praxen und Krankenhäusern.
Ein Digitalarchiv ist ein EDV-System, das die digitale Archivierung verschiedenster Dokumente und Daten ermöglicht.
Die digitale Archivierung ist die dauerhafte, unveränderbare Aufbewahrung elektronischer Information, z.B. Bilder, digital erzeugte oder im Nachhinein digitalisierte (Papier-)Dokumente. Die digitalen Archivsysteme beinhalten Erfassungsmethoden, Speicher für Eingangsdokumente und Massendaten, Integrationswerkzeuge zur Einbindung der Anwendung in führende Anwendungen sowie Steuerungswerkzeuge zur Dokumentenaufbewahrung und zum Dokumentenzugriff.
In den letzten Jahren wurden einige bedeutende rechtliche und regulative Vorgaben zum Thema Archivierung und Langzeitspeicherung diskutiert und entschieden: Beispielsweise Gleichbehandlung von digitalen Dokumenten mit elektronischer Signatur und Archivierung steuerrelevanter Daten entsprechend den GDPdU. Diese Vorgaben und Gesetze sind jedoch speichermedienneutral, da bei dauerhaften Aufbewahrungen häufig neue Technologien berücksichtigt werden müssen. Die gesamte Archivierung muss über Laufwerke und Medien hinaus auch organisatorische Prozesse einbeziehen, um geschlossen und sicher zu sein.
Die digitale Signatur ist eine elektronische Unterschrift, die elektronischen Dokumenten beigefügt wird und bestätigt, dass diese authentifiziert sind: Die Dokumente wurden von den angegebenen Autoren erstellt und im Nachhinein nicht mehr verändert. Hierbei ist "elektronische Signatur" ein juristischer Begriff, während "digitale Signatur" aus der Mathematik stammt. Die Begriffe werden jedoch meist synonym verwendet.
Die DIN EN ISO 9001:2008 ist die internationale Norm für das Qualitätsmanagement von Unternehmen und Organisationen.
Das Dokumentenmanagement bezeichnet die datenbankgestützte Verwaltung elektronischer, oft ursprünglich papiergebundener, Dokumente, deren gesamten Lebenszyklus sie in der Regel überdauert. Das DMS umfasst verschiedene Systemkategorien, z.B. Bürokommunikation, Document Imaging, Scannen, COLD, Workflow sowie die digitale Archivierung. Die verschiedenen Dokumentenmanagement-Technologien sind voneinander abhängig, weshalb der Einsatz einer Komponente meist nicht ohne den Zugriff auf andere erfolgen kann.
Siehe Digitale Archivierung
Die Elektronische Fallakte umfasst alle Informationen zu einem medizinischen Behandlungsfall in einer zentralen Dokumentenverwaltung zur Einsichtnahme von verschiedenen Einrichtungen und Ärzten. Hierbei werden alle Patientendaten und Informationen dezentral am Erzeugungsort aufbewahrt.
Die elektronische Gesundheitskarte gehört dem Patienten und enthält Teile seiner Krankheitshistorie. Diese können aus verschiedenen Institutionen stammen, welche über die eGK Patientendaten austauschen und kommunizieren. Hauptsächlich sind Informationen zur Patientenverwaltung und Notfallbehandlung gespeichert. Es werden jedoch auch elektronische Rezepte und weitere Verordnungen wie z.B. elektronische Arztbriefe mit der Karte verwaltet. In naher Zukunft soll die eGK als Europäische Krankenversichertenkarte eingesetzt werden.
Die elektronische Patientenakte ist eine zentrale Sammlung und Verwaltung der Krankheitshistorie eines Patienten (Befunddaten, Diagnosen, Behandlungsverlauf, Behandlungsergebnis, Korrespondenz) in elektronischer Form. Alle Patienteninformationen werden in geeigneten Formaten bzw. Medien (Text, Grafik, Bild, Film, Ton) integriert und verfügbar gemacht, im Idealfall auch Patientendaten von früheren Krankheiten/Behandlungen. Dazu werden bestehende Papierakten elektronisch erfasst und ausgewertet.
Siehe Digitale Signatur
Das Enterprise-Content-Management beschreibt Techniken zur Registrierung, Verwaltung, Erhaltung und Bereitstellung von Inhalten in elektronischen Systemen und Dokumenten. Dies dient der Unterstützung von organisatorischen Vorgängen in Unternehmen. ECM gehört zum Informationsmanagement und umfasst somit auch Workflow-, Business Process Management, digitale Archivierung usw.
Beim ersetzenden Scannen ersetzt das resultierende Digitaldokument das Originaldokument, welches nach dem Scan-Vorgang vernichtet wird.
Bei der frühen Digitalisierung, oder auch Archivierung, werden Dokumente sofort nach deren Aufkommen digitalisiert, beispielsweise durch Scannen, und stehen dann in elektronischer Form zur Bearbeitung zur Verfügung.
Siehe auch Späte Digitalisierung
GDPdU sind die Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen und bezeichnen eine Anweisung des Bundesfinanzministeriums. Diese schreibt Regelungen zur Lagerung digitaler Unterlagen vor. Außerdem ist hier auch die Mitwirkungspflicht der Steuerpflichtigen bei Prüfungen im Betrieb geregelt.
Gematik ist die Kurzfassung der 2005 von mehreren Organisationen aus dem deutschen Gesundheitswesen gegründeten "Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH". Ziel des Unternehmens ist die Einführung, Pflege, Koordination und Weiterentwicklung der Elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Hierbei müssen u.a. Technik, Datenformate und Telematikinfrastruktur berücksichtigt werden, um eine Operabilität mit allen beteiligten Komponenten zu gewährleisten.
Veralteter Ausdruck für Medizinproduktebuch
Die Elektronische Gesundheitsakte beinhaltet Daten aus der Krankheitsgeschichte eines Patienten, die aus verschiedenen medizinischen Einrichtungen, aber auch vom Patienten selbst eingepflegt werden können. Hierbei besitzt der Patient die Datenhoheit und entscheidet, welche Behandlungsergebnisse, Gesundheitsinformationen, Präventionsbehandlungen usw. gespeichert werden. Diese Daten können dann von verschiedenen Institutionen nach Erlaubnis des Patienten über das Internet eingesehen, erweitert und verwaltet werden. Die eGA dient damit dem eigenen Gesundheitsmanagement und der Kommunikation von Ärzten und medizinischen Einrichtungen untereinander sowie zwischen Arzt und Patient.
Die von der deutschen Finanzverwaltung aufgestellten "Grundsätze ordnungsmäßiger, DV-gestützter Buchführungssysteme" (GoBS) sind Regelungen zur Buchführung mittels Datenverarbeitungssystemen, wobei z.B. die Pflege von aufbewahrungspflichtigen Daten und Belegen in verschiedenen Systemen vorgegeben wird.
Ein Hashwert bietet eine kurze, möglichst eindeutige Identifikation eines Textes/einer Datei bzw. einer Eingabe beliebiger Länge. So kann z.B. der Vergleich zweier Inhalte effizient über den Hashwert abgewickelt werden, ohne die kompletten Inhalte an sich (Dateien/Texte) verglichen werden müssen.
HDD ist die Abkürzung für hard disk drive und beschreibt eine Festplatte in der Computertechnik, auf welcher verschiedenste Daten und Informationen dauerhaft gespeichert werden können.
Wenn auf Dateien in einem elektronischen Archiv längere Zeit nicht zugegriffen wurde, sorgt die Systemkomponente HSM für eine Auslagerung dieser Dateien auf Speichermedien, welche einer niedrigeren Hierarchiestufe zuzuordnen sind, z.B. ein Magnetband. Dadurch werden Kosten gespart. Bei einem erneuten Zugriff auf die Dateien kommt es jedoch zu längeren Ladezeiten.
Mit Health Level 7 bezeichnet man eine Gruppe von mehreren internationalen Standards, die den Austausch von Daten und die Kommunikation zwischen Organisationen im Gesundheitswesen und deren Computersysteme unterstützen.
Ein Index ist ein individuelles Merkmal eines Dokuments, dass ihm während der Indexierung - Zuweisung von Schlagworten (Verschlagwortung) - verliehen wird. Diese Attribute können beispielsweise eindeutige Begriffe bzw. Suchworte, Erstellungs- oder Löschdatum sowie die Identifikationsnummer sein.
Die Integrierte Versorgung beschreibt eine sektorenübergreifende Vernetzung im medizinischen Bereich, welche mit dem Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) vom 01.01.2004 gefördert werden soll. Bessere Kommunikation und Kooperation zwischen verschiedenen Gesundheitseinrichtungen, Ärzten, häuslicher Krankenpflege oder Rehabilitationskliniken führt somit zu einer qualitativ höheren Patientenbehandlung und -versorgung und senkt gleichzeitig die Gesundheitskosten.
Jukebox ist eine häufige Bezeichnung für Robotik-Systeme für Wechselmedien wie optische Platten, Bänder etc.
Das Klinische Arbeitsplatzsystem ist Bestandteil des Krankenhausinformationssystems und definiert den zentralen EDV-Arbeitsplatz, also das Patienten-Daten-Verwaltungs-System, welches für das Krankenhauspersonal bereitstellt wird.
Ein Krankenhausinformationssystem ist das zentrale Informationssystem eines Krankenhauses, in dem alle medizinischen und administrativen Daten verwaltet werden. Andere Systeme, wie z.B. das Radiologie- oder Labor-Informationssystem sind hierbei an das KIS angeschlossen.
Ein Laborinformationssystem bezeichnet die Analyse und Administration aller Daten in medizinischen, chemischen, biologischen und physikalischen Laboren.
Man spricht von Langzeitarchivierung, wenn Informationen mindestens 10 Jahre und länger aufbewahrt und zugreifbar sein müssen. Der Begriff Langzeitarchivierung ist eigentlich eine Doppelung, da Archivierung den Langzeitaspekt bereits einschließt, es hilft aber den Unterschied zur Kurzzeitarchivierung bzw. Backup hervorzuheben.
Die Lastverteilung findet häufig Anwendung bei Technologien mit hohen Forderungen an die Computerperformances und dient hauptsächlich der Leistungssteigerung und Ausfallsicherheit durch eine zentrale, redundant ausgelegte Instanz. Der Leistungsbedarf wird hierbei durch Hinzufügen zusätzlicher Computer zum Netzwerk gesichert, nicht durch Aufrüstung einzelner Computer.
Der Master-Patient-Index vereint alle Angaben und Informationen eines Patienten aus mehreren verschiedenen medizinischen Einrichtungen unter einer gemeinsamen Identifikation. Da jede Einrichtung ein eigenes Verwaltungssystem besitzt, identifiziert der MPI zusammengehörige Patientendaten aus den verschiedenen Systemen durch Vergleichen von Patientenidentitäten und führt diese zu einem eindeutigen Index zusammen. Außerdem dient der MPI der Verwaltung, Speicherung und Bereitstellung der Angaben sowie als Grundlage für die elektronische Patientenakte.
MDK bedeutet Medizinischer Dienst der Krankenversicherungen und beschreibt eine staatlich beaufsichtigte Aufgabe der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen im sozialmedizinischen und pflegerischen Bereich. Der MDK berät, zusammen mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss, und begutachtet gesetzliche Kranken- und Pflegekassen, unterstützt das Krankensystem mit Sachwissen und stellt sicher, dass alle Versicherten nach dem Gleichbehandlungsgesetz beurteilt werden.
Ein Medizinproduktebuch ist von behandelnden Ärzten für alle Medizinprodukte oder -geräte mittels Datenträger, mit einer Aufbewahrungsfrist von fünf Jahren, zu führen. Das Dokument muss eindeutig identifizierbar sein, u.a. Angaben zum Patienten, zum Medizinprodukt und alle relevanten Informationen zum medizinischen Ergebnis sowie zu Instandhaltungsmaßnahmen, Kontrollen und Sicherheit enthalten.
Middleware bezeichnet eine Komponente in einem Softwaresystem, welche zwischen zwei Softwareprogrammen vermittelt und unabhängige Dienste, z.B. Datentransfer bereitstellt.
Der Prozess der Migration beschreibt die Überführung von Dokumenten und Daten von einem älteren in ein neues, leistungsfähigeres System, ohne dass es dabei zu Informationsverlusten kommt. Dazu sind oft Hilfskomponenten, z.B. Konverter, nötig.
Bei der Mikroverfilmung werden gedruckte Dokumente zur sicheren Langzeitarchivierung verhältnismäßig verkleinert auf ein Filmmaterial (Mikroform wie z.B. Mikrofiche) gebannt. Mit Hilfe von Mikrofilm-Lesegeräten können die Daten dann gelesen und auch vervielfältigt werden.
Die Multi-Tier-Architektur, eine anwenderbasierte Schichtenarchitektur, dient dem strukturierten Aufbau eines Softwaresystems. Hierbei werden verschiedenen Schichten einzelne Aspekte, z.B. Komponenten oder Klassen, zugeordnet, die nach Regeln der Abhängigkeit demnach nur tieferliegende Schichten verwenden können. Diese Ordnung trägt zur Reduzierung der Komplexität und Abhängigkeiten innerhalb des Softwaresystems bei.
Als Nachzügler werden im Bereich der physische Akten-/Krankenblattverwaltung Dokumente bezeichnet, die zeitlich nach dem Eingang der Akte eintreffen und z.B. bei Digitalisierungsprozessen nacherfasst werden müssen. Die Verabeitung dieser Dokumente in einem strukturierten, nachvollziebaren Prozess wird als Nachzüglermanagement bezeichnet.
Der Objekteserver ist ein zentraler Anwendungsserver (z.B. PEGASOS OBJECT SERVER –POS), der Dienste und Funktionen in einem Netzwerk bereitstellt.
OCR ist die Abkürzung für Optical Character Recognition und ein Begriff aus dem IT-Bereich. OCR beschreibt die automatische Texterkennung oder auch Optische Zeichenerkennung von einer gedruckten Vorlage.
PACS ist die Abkürzung von Picture Archiving and Communication System, einem Bildarchivierungs- und -kommunikationssystem. Hierbei werden Bilder und deren Daten aus dem medizinischen Bereich (z.B. Radiologie) digital übernommen und archiviert.
Die Norm PDF/A (ISO 19005-1:2005) beschreibt die Verwendung des Datei-Formates PDF in der Langzeitarchivierung hinsichtlich der Bildschirm- aber auch Druckausgabe. Hierbei sind beispielsweise Regeln zur Abbildung von Texten nach einem einheitlichen Unicode, die Vollständigkeit und Einbettung aller Daten (z.B. Schriftarten, Bilder) sowie die Eindeutigkeit und Zugänglichkeit des Dokuments - kein Verschlüsseln oder Sperren - relevant.
Die Performance beschreibt die Leistung und das Vermögen eines Datenverarbeitungssystems in Bezug auf Funktionalität, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit. Je mehr komplexe Funktionen das Datenverarbeitungssystem ausführen kann, je verlässlicher und schneller es dabei arbeitet, desto höher ist die Leistung.
Prefetch, zu Deutsch Vorausladen, bezeichnet das Zwischenspeichern beim Laden von Objekten aus einem langsameren Speichermedium (z.B. Jukeboxen) auf ein schnelleres Medium (z.B. Magnetplatte), wobei vorausschauende Algorithmen die Ladewartezeiten verkürzen.
Das PVS, Praxisverwaltungssystem, ist ein Teilsystem einer Arztpraxis zur digitalen Verwaltung, Dokumentation und Archivierung von informationsverarbeitenden Prozessen und Praxisdaten (z.B. Patientendaten, Behandlungsplänen, Abrechnungen usw.). Neben verschiedenen Komponenten wie EDV-System, Patientendatenmanagementsystem usw. können auch elektronisch versandte Befunde, Arztbriefe usw. gelesen und erstellt werden.
Das Radiologieinformationssystem ist ein EDV-System in der Radiologie zur Dokumentation und Verwaltung medizinischer und behördlicher Daten. RIS-Systeme haben einen ähnlichen Umfang wie Krankenhausinformationssysteme (KIS), sind jedoch speziell auf die Radiologie zugeschnitten.
RAID ist die Abkürzung für Redundant Array of Inexpensive/Independent Devices, eine Technologie, bei der Daten auf Festplatten durch Duplikationen bzw. Redundanzen geschützt werden. Je nach Ausfallsicherheit, Organisation und Redundanzen unterscheidet man bis zu 53, in der Sicherheit steigende, RAID-Level.
Retrieval, zu Deutsch Abfrage, beschreibt den Vorgang des Suchens und Findens von Daten und Informationen. Dies wird meist digital an einem Computer mittels eines Suchsystems durchgeführt.
Man spricht von revisionssicherer Archivierung, wenn die eingesetzte Archivsystemlösung den Anforderungen des Handelsgesetzbuches §§ 239, 257 HGB sowie der Abgabenordnung und den GoBS an die sichere, ordnungsgemäße Aufbewahrung von kaufmännischen Dokumenten entspricht, die Aufbewahrungsfristen von sechs bis zehn Jahren erfüllt wird und das Dokument nicht verändert werden kann.
Die Radio Frequency Identification (Identifikation mithilfe elektromagnetischer Wellen) beschreibt das automatische Erkennen, Erfassung und Speichern von Daten und Informationen mittels eines Lesegerätes. Dieses erzeugt ein elektromagnetisches Frequenzfeld, welches die Datenübertragung ermöglicht. Durch Transponder in Gegenständen oder Lebewesen lassen sich auch diese durch RFID erfassen und speichern.
Die serviceorientierte Architektur dient der Koordination von IT-Prozessen und vorhandener EDV-Komponenten, z.B. Datenbanken, Programme und Server usw., sodass diese als eigenständige Services definiert, strukturiert und durch standardisierte Schnittstellen zur Verfügung gestellt werden können. Somit werden Workflows optimiert und an ändernde Begebenheiten im Unternehmen angepasst.
Die Skalierbarkeit definiert die Leistung (Performance) und Komplexität eines Programms. Je weniger Ressourcen ein Programm mit zunehmender Leistung braucht, desto besser ist es skaliert und an Änderungen angepasst.
Bei der späten Digitalisierung, oder auch Archivierung, erfolgt die Vorgangsbearbeitung papierbasiert. Digitalisiert wird nach Abschluss der Bearbeitung zum Zweck der Archivierung.
Siehe auch Frühe Digitalisierung
SQL ist das Kürzel für Structured Query Language („strukturierte Abfragesprache“) und definiert eine ISO-standardisierte, von allen gängigen Systemen unterstützte Datenbanksprache zur Begriffsbestimmung, Abfrage und Beeinflussung von Daten in Datenbanken.
Siehe Batchverarbeitung
Tape, Band oder Streifen, bezeichnet hier das Speichermedium Magnetband.
Ein Thumbnail ist das Miniaturbild eines Dokumentes bzw. der ersten Seite eines Dokumentes zur übersichtlichen Vorschau.
Bei einem Update, zu Deutsch Aktualisierung, wird eine bereits vorhandene Version erneuert und auf den neuesten Stand gebracht.
Ein Upgrade bezeichnet eine Steigerung der Nützlichkeit oder Qualität von z. B. Hard- und Software.
Im Rahmen der Verschlagwortung, Indexierung, werden einem Dokument eindeutige Schlagworte (Indices) zugeordnet, mit denen es kategorisiert und inhaltlich beschrieben wird. Diese Deskriptoren können kontrolliert und automatisch anhand vorgegebener Schlagwortlisten, z.B. Thesaurus, oder frei und individuell vergeben werden. Anhand der beschreibenden Indices können Dokumente beispielsweise bei einer Volltextsuche aufgefunden werden.
Der Viewer, Beschauer, beschreibt ein Programm, mit dem Dokumente in einem bestimmten Format zwar angezeigt, jedoch nicht bearbeitet werden können.
Die Volltextsuche dient dem Suchen, Finden und Strukturieren von bestimmten Texten aus großen Datenmengen in digitaler Form anhand von Suchwörtern (Indices), welche beliebig oder nach vorgegebenen Schemen genutzt werden.
Ein Workflow, Arbeitsablauf, beschreibt automatisierte Geschäftsprozesse oder -vorgänge, die oft computergestützt sind.
Die Workflowengine ist die Software, die die Ausführung (Anregung, Start, Ende und Abbruch) eines automatischen Prozesses ermöglicht.
WORM ist die Abkürzung von Write Once Read Many Times (Einmal schreiben, immer wieder ansehen). Es definiert ein Speichersystem, das die Unveränderbarkeit und das Nichtlöschen eines Dokuments garantiert und somit ein geeignetes Medium zur revisionssicheren Archivierung darstellt.
Das Zuweiserportal, auch Einweiser- oder Überweiserportal, ist eine von Krankenhäusern initialisierte Plattform auf Internetbasis und bietet Ärzten mit den entsprechenden Erlaubnissen die Möglichkeit, Daten seiner Patienten digital einzusehen. Dabei werden die Patientendaten ausschließlich von den Krankenhäusern verwaltet und stehen nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung. Ziele des Portals sind u.a. die Verbesserung ärztlicher Behandlungen durch Einsicht in umfangreiche Informationen, die Koordination zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten und somit die Unterstützung der Integrierten Versorgung.